1. Wer kann dieses Instrument erlernen oder gibt es irgendwo Einschränkungen?

  • Alter: Freu dich! Da gibt es so gut wie keine Einschränkung, Hauptsache du bist groß genug um das Instrument halten zu können. Und für die Älteren von uns gilt: Überlegt nicht mehr zu lange!
  • Musikalisches Vorwissen: Ist natürlich immer vorteilhaft aber nicht notwendig, das was ihr braucht wird mit der Zeit erlernt!
  • Körperliche Einschränkungen: Ich kenne einen einarmigen Saxophonisten der ein Saxophon seinen Bedürfnissen angepasst hat und absolut genial spielen kann. Es gibt also viele technische Lösungen für diverse Behinderungen. Da müssen wir einfach mal darüber sprechen welche Lösung wir finden können.

2. Was will ich überhaupt?

  • Will ich diese Schule vielleicht als Grundlage verwenden um eventuell später sogar ein weiterführendes Studium zu beginnen?
  • Will ich einfach nur ein wenig für mich (oder auch für die Familie) spielen können?
  • Will ich vielleicht später mal in einer Band oder einer anderen Besetzung (Kapelle, Ensemble) spielen?
  • Was für eine musikalische Richtung möchte ich einschlagen (Klassik, Jazz, Blues, Rock, Pop, Funk, Soul, es gibt noch einiges mehr…)?
  • jedes Ziel hat unterschiedliche Lehransätze und natürlich auch ein anderes Lernpensum, d.h. der Unterricht und der Übungsaufwand sollte unbedingt vorher mit dem Lehrer (ein Lehrer kann extrem selten ein Eigenstudium ersetzen…) abgesprochen werden.

3. Wieviel Zeit zum Üben steht mir tatsächlich zur Verfügung?
Wenn du noch zur Schule gehen solltest, hast du auf jeden Fall mehr Zeit zur freien Verfügung als jemand der den ganzen Tag arbeiten „muß“. Das heißt, wer sich nur ein- oder zweimal die Woche für eine halbe Stunde zum Üben aufraffen kann, darf sich nicht wundern wenn die Fortschritte nur sehr schleppend sind oder auch gar nicht eintreten!
Außerdem macht es doch einem selber keinen Spaß sich dauernd beim Lehrer zu entschuldigen, daß man nicht zum üben gekommen ist…

4. Was für ein Instrument sollte ich wählen?

  • Das Alt- oder Tenorsaxophon sind die gängigen Einsteigerinstrumente
  • Das Tenorsaxophon ist nur empfehlenswert für Einsteiger wenn eine entsprechende körperliche Entwicklung vorhanden ist (Größe und Gewicht des Tenorsaxophons sind nicht unerheblich…)
  • Die Klarinette kann noch früher erlernt werden. Es gibt auch Kindermodelle für besonders kleine Finger.

5. Erwerb eines Instrumentes

Wichtiger Tip:
Ein Lehrer oder jemand der sich auskennt (erfahrener Saxophonist) sollte immer zu Rate gezogen  werden!

  • Faustregel: bei gleichem Preis ist ein Neuinstrument meistens dem Gebrauchtinstrument vorzuziehen
  • Einige Musikschulen bieten Instrumente zum mieten an. Das hat den Vorteil, daß du erst mal einige Zeit probieren kannst ob dir das Instrument überhaupt liegt. Wenn nicht, kannst du es wieder zurückgeben und normalerweise kannst du es bei längerem Gebrauch direkt übernehmen.
  • Neuinstrument: Das Instrument ist auf jeden Fall in ordnungsgemäßem und spielbereitem Zustand, und man erhält die gesetzliche Gewährleistung was ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist! Eventuell besteht sogar die Möglichkeit eines Ratenkaufs.
  • Gebrauchtinstrument: Das Instrument sollte unbedingt vor dem Kauf vor Ort von einem erfahrenen Saxophonisten oder dem Lehrer auf seinen Zustand geprüft werden da man bei Privatkunden keine gesetzliche Gewährleistung bekommt und eventuelle versteckte Mängel nicht mehr reklamieren kann
  • Musikfachhandel, Holzblasinstrumentenwerkstätten, sind gute Adressen -vor allem die Werkstätten die dieses Instrument oft „persönlich“ kennen und auch gleichzeitig warten- an die man sich auch bei etwas höheren Kosten  wenden kann.

Tip: Kaufe dir nicht unbedingt gleich das billigste Instrument um vielleicht später auf ein besseres und teueres umzusteigen, es kann dir echt den Spaß am Spielen nehmen! Mein erstes eigenes Saxophon, welches echt „billig“ war, hängt jetzt als Dekoration zum Wandfluter umfunktioniert an der Wand. Hatte also doch etwas positives…

6. Was benötige ich sonst noch?

  • Bißplättchen: Ist für dein Mundstück zum draufkleben weil deine Zähne sonst mit der Zeit ein kleines Loch reinschaben werden. Kostet nur ganz wenig.
  • Notenständer: Solltest du dir unbedingt anschaffen. Kostet nicht viel und erleichtert dir nicht nur das Üben ungemein.
  • CD-Player oder besser noch eine Stereoanlage: Hat man meistens zu Hause. Ist wichtig für sogenannte Play-Along-Stücke.
  • Metronom: Dieses Gerät macht in der gewünschten Geschwindigkeit einfach nur „Klack“. Ist nicht zwangsweise notwendig, erleichtert aber nicht nur das Üben bei Liedern ohne Begleit-CD.
  • Saxophonständer: Ist auch nicht unbedingt notwendig, wenn du mal dein Saxophon kurz wegstellen mußt ist er schon recht praktisch (ansonsten Stolperfalle!) und es sieht schon recht stylisch aus ein Saxophon im Zimmer stehen zu haben…
  • Geduldige Nachbarn: Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen. Auch wenn es die Rechtsprechung zu bestimmten, sogar recht breit gefächerten Zeiten grundsätzlich erlaubt, sollte man seine Nachbarn nicht unbedingt überstrapazieren. Zwei Stunden lang, bei geöffnetem Fenster, derselbe Fehler, die gleiche Stelle im Lied zu üben, hat schon so manchen in den Wahnsinn getrieben. Und das ist rücksichtslos.